Die Jägervereinigung Ehingen e.V. hielt ihre diesjährige Jahreshauptversammlung in Oberstadion ab. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen neben den vielfältigen Aktivitäten der einzelnen Sparten vor allem die Herausforderungen und Chancen rund um den „Wald der Zukunft“.
Kreisjägermeister Harald Bloching konnte über 100 Mitglieder sowie zahlreiche Gäste aus Politik und Verwaltung begrüßen. Unter ihnen waren Bürgermeister Kevin Wiest, die Erste Landesbeamtin des Alb-Donau-Kreises, Frau Dr. Kohlmann, Bezirksjägermeister Dieter Mielke sowie die ehemaligen Kreisjägermeister Manfred Tries und Winfried Eggert und Alt-OB Johann Krieger. Musikalisch umrahmt wurde der Abend von den Ehinger Jagdhornbläsern unter der Leitung von Paul Guter.
Positive Entwicklung der Mitgliederzahlen
In seinem Jahresbericht zog Harald Bloching eine durchweg positive Bilanz. Die Jägervereinigung zählt aktuell 336 Mitglieder und befindet sich weiterhin auf Wachstumskurs. Besonders erfreulich ist die steigende Zahl an erfolgreichen Jagdscheinabsolventen.
Tobias Schwarz, Vorsitzender der Jägerprüfungskommission, überreichte sieben neuen Jägerinnen und Jägern ihre Jägerbriefe:
Charlotte Münz, Jochen Roy, Vinzenz Kaspar, Pascal Stotz, Felix Miller, Ralf Hartmann und Daniel Herbert.
Waldumbau als zentrales Zukunftsthema
Ein Schwerpunkt der Versammlung war der notwendige Umbau der Wälder hin zu klimaresistenten Baumarten. Frau Dr. Kohlmann betonte in ihrem Grußwort die großen Herausforderungen durch den Klimawandel und zunehmende Trockenperioden.
Die Jagd spielt dabei eine entscheidende Rolle: Nur durch eine angepasste Bejagung können junge, klimaresistente Baumarten erfolgreich nachwachsen. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Forst und Jagd ist daher unerlässlich.
Wie dies in der Praxis umgesetzt werden kann, zeigte Forstexperte Tobias Schwarz bereits im Sommer 2025 in zwei Vortragsreihen mit anschließender Exkursion. Anhand konkreter Beispiele wurde deutlich, wie durch gezielte Jagdstrategien sowohl der Waldumbau unterstützt als auch Wildbestände verantwortungsvoll reguliert werden können.
Solide Finanzen und erfolgreiche Kirbe
Schatzmeister Andreas Beck präsentierte eine stabile und solide Finanzlage des Vereins, die von den Kassenprüfern Dr. Ernst Stiehle und Paul Guter bestätigt wurde.
Ein wichtiger Bestandteil der Einnahmen ist neben den Mitgliedsbeiträgen die Beteiligung an der Ehinger Kirbe. Dort konnten die Jäger im vergangenen Jahr ihr Angebot erfolgreich erweitern: Neben Rehgulasch wurden erstmals auch Wildburger und Wildbratwürste angeboten – mit großem Erfolg. Das verwendete Wildbret stammt direkt von regionalen Jägern und steht für „Wild aus der Region“.
Ehrungen für langjährige Mitglieder
Für ihre langjährige Treue wurden zahlreiche Mitglieder geehrt:
- 25 Jahre: Erich Glöckle, Philipp Ott, Paul Starzmann
- 40 Jahre: Ernst Fundel, Martin Port, Florian Kredler, Hermann Mall
- 50 Jahre: Gerhard Föhr, Dr. Jörg Trowitsch, Herbert Meggle, Franz Schick
Für besonderes Engagement wurden ausgezeichnet:
- Silberne Verdienstmedaille des Landesjagdverbands BW: Herbert Meggle
- Bronzene Verdienstmedaille des Deutschen Jagdverbands: Dr. Ernst Stiehle, Hermann Mall sowie Hans und Peter Bohn
Wahlen und personelle Veränderungen
Turnusgemäß fanden auch Neuwahlen statt. Harald Bloching wurde einstimmig als Kreisjägermeister bestätigt. Sein bisheriger Stellvertreter Josef Huber stellte sich nicht mehr zur Wahl und wurde mit großem Dank verabschiedet.
Die neue Stellvertretung übernehmen künftig Roland Rau und Thomas Zimmermann im Doppelmandat. Ebenfalls wiedergewählt wurden Schatzmeister Andreas Beck und Schriftführer Markus Bach. Die Kassenprüfer Dr. Ernst Stiehle und Paul Guter wurden bestätigt, Joachim König wurde zum stellvertretenden Kassenprüfer gewählt.
Traditionelle Baumpflanzaktion
Bereits am Nachmittag fand die traditionelle Baumpflanzaktion statt. Gemeinsam mit Bezirksjägermeister Mielke und Bürgermeister Wiest pflanzten Mitglieder der Jägervereinigung den „Baum des Jahres“ in der austragenden Gemeinde.
In diesem Jahr fiel die Wahl auf die Zitterpappel (Espe). Sie hat nun ihren Platz im Dorfmittelpunkt von Hundersingen gefunden und steht symbolisch für die Zukunft des Waldes.
















