Drückjagd-Seminar begeistert Teilnehmer
Mit 27 Teilnehmern bei ursprünglich 29 Anmeldungen war das Drückjagd-Seminar am 17. Juli 2026 im Forststützpunkt Mochental sehr gut besucht. Die Resonanz der Teilnehmer war durchweg positiv. Besonders erfreulich war, dass selbst erfahrene Jäger, die bereits seit vielen Jahren aktiv zur Jagd gehen, zahlreiche neue Erkenntnisse und wertvolle Anregungen für ihre eigenen Drückjagden mit nach Hause nehmen konnten.
Unter der Leitung von Tobias Schwarz, Leiter des Forststützpunkts Mochental, wurde das Thema Drückjagd nicht nur theoretisch behandelt, sondern entlang eines kompletten Zeitstrahls aufgebaut. Beginnend bereits im März mit der grundlegenden Entscheidung „Drückjagd – ja oder nein?“, führte Tobias Schwarz die Teilnehmer Schritt für Schritt durch sämtliche Planungs- und Organisationsphasen bis hin zur Durchführung der Jagd im Dezember.
Schnell wurde deutlich, dass eine erfolgreiche Drückjagd weit mehr ist als der eigentliche Jagdtag. Eine gute Vorbereitung entscheidet maßgeblich über den Erfolg. Eindrucksvoll wurde vermittelt, welche zentrale Rolle gut eingearbeitete Jagdhunde, eine motivierte Treiberwehr sowie eine durchdachte Organisation spielen.
Ebenso wurden viele Aufgaben beleuchtet, die oft im Hintergrund stattfinden, für einen sicheren und reibungslosen Ablauf jedoch unverzichtbar sind. Dazu gehören unter anderem die Arbeit der Ansteller, die Einbindung eines Tierarztes, das Festlegen von Rettungspunkten sowie eine klare Organisation aller Beteiligten.
Ein weiterer interessanter Aspekt war die Vergabe der Schützenstände. Tobias Schwarz machte deutlich, dass bei vielen Drückjagden zunächst Gäste eingeladen werden und erst anschließend die verbleibenden Stände an Hunde-, Treiber- und Organisationspersonal vergeben werden. Aus jagdlicher Sicht ist dies jedoch häufig nicht die optimale Vorgehensweise. Zunächst sollten alle jagdlich wichtigen Positionen sinnvoll besetzt werden – erst danach werden die verbleibenden Stände an Gäste vergeben. Dieser Gedanke sorgte bei vielen Teilnehmern für einen echten Aha-Effekt.
Einen weiteren praxisnahen Schwerpunkt bildete der Bau von Drückjagdsitzen. Tobias Schwarz zeigte professionell, wie sich mithilfe einer Schablone mehrere baugleiche Sitze effizient, passgenau und in kürzester Zeit herstellen lassen. Gerade bei der Vorbereitung größerer Drückjagden bietet dieses Verfahren deutliche Vorteile: Die Arbeitsschritte werden vereinfacht, der Materialeinsatz lässt sich besser planen und die Sitze können einheitlich sowie sicher aufgebaut werden. Auch dieser praktische Teil stieß bei den Teilnehmern auf großes Interesse.
Zum Abschluss demonstrierte Tobias Schwarz den Einsatz eines Klettersitzes, der bei Drückjagden immer häufiger Verwendung findet. Direkt vor Ort zeigte er dessen Aufbau sowie die Vor- und Nachteile in der Praxis. Die Live-Demonstration beeindruckte viele Teilnehmer und sorgte für reges Interesse und zahlreiche Fragen.
Ebenso wurde deutlich gemacht, dass eine Drückjagd mit dem Signal „Hahn in Ruh“ keineswegs beendet ist. Erst dann beginnt ein weiterer wichtiger Teil der Arbeit: Nachsuchen organisieren, Wild versorgen und bergen, Stände und Einrichtungen abbauen, Maßnahmen zur Straßenberuhigung wieder aufheben sowie die anschließende Auswertung der Jagd. Gerade diese Nachbereitung liefert wertvolle Erkenntnisse, um zukünftige Drückjagden noch erfolgreicher und sicherer durchführen zu können.
Ein herzlicher Dank gilt Tobias Schwarz, der mit seiner fachlichen Kompetenz, seiner langjährigen Praxiserfahrung und seiner sympathischen Art ein hervorragendes Seminar gestaltet hat. Die durchweg positiven Rückmeldungen der Teilnehmer sprechen für sich. Selbst erfahrene Jäger konnten neue Erkenntnisse gewinnen und den einen oder anderen Denkanstoß für die eigenen Drückjagden mit nach Hause nehmen.
Mit diesem Seminar hat die Jägervereinigung Ehingen einmal mehr gezeigt, wie wichtig der Austausch von Wissen und Erfahrung für eine waidgerechte, sichere und erfolgreiche Jagd ist. Wir freuen uns schon heute auf weitere interessante Veranstaltungen und bedanken uns bei allen Teilnehmern für ihr großes Interesse.
Im Anschluss an das Seminar ließen die Teilnehmer den Abend gemeinsam im Wirtshaus des Mochentaler Hofs bei einem gemütlichen Vesper und guten Gesprächen ausklingen. Dabei wurde noch lange über das Gehörte diskutiert und Erfahrungen aus den eigenen Revieren ausgetauscht – ein gelungener Abschluss einer rundum erfolgreichen Veranstaltung.
Horrido!
um Rettungspunkte in Deutschland zu finden gibt es verschiedene Möglichkeiten:
wie z.Bsp: über die App Jagdwetter: Forstliche Rettungspunkte in Deutschland - Jagdwetter.com
oder Hilfe im Wald als App auf dem Handy: hier für Android oder hier für IPhone



















