Alb-Donau-Kreis verzichtet nicht auf Gebühren für Trichinenprüfung

Landrat Heiner Scheffold begründet gegenüber Kreisjägermeister Johann Krieger, weshalb der Alb-Donau-Kreis entgegen der Empfehlung der Landesregierung nicht auf Gebühren für die Trichinenuntersuchung beim Schwarzwild trotz Bedrohung durch die ASP verzichten möchte. Das Schreiben wird im Volltext veröffentlicht.

Erstellt am 06.07.2018

Im Folgenden wird das Schreiben des Landrats Heiner Scheffold an den Kreisjägermeister Johann Krieger vom 11.06.2018 mit dem Betreff "Fleischbeschaugebühren" zitiert:

"Sehr geehrter Herr Krieger,

Für Ihr Schreiben vom 17. Mai 2018, in dem sie darum bitten, im Alb-Donau-Kreis bei der Schwarzwildjagd auf die Erhebung von Fleischbeschaugebühren zu verzichten,Danke ich Ihnen. Sie sprechen damit den möglichen Verzicht auf die so genannte GebührenerhebungFür Dietrich jeden Untersuchung als Bestandteil der Schlacht Tier-und Fleischuntersuchung, die derzeit im Landkreis 9,90 € beträgt, an.

Der Landkreis versucht die Jägerschaft bei der verstärkten Schwarzwildbejagung, die aufgrund der bestehenden Gefahr eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest besondere Dringlichkeit von erlangt hat, bestmöglich zu unterstützen. So werden beispielsweise straßenverkehrsrechtliche Anordnungen für Drückjagden unentgeltlich von unserem Haus erstellt. Auch die Kosten für Errichtung der sechs Wildschwein – Verwahrstellen werden bis auf den Landeszuschuss in Höhe von 6.000 € durch den Landkreis finanziert. Hierbei muss unterstrichen werden, dass je Verwahrstelle mit Gesamtkosten zwischen 30.000 und 40.000 € gerechnet werden muss. Weiterhin konnten wir durch die Einrichtung einer neuen Trichinenuntersuchungsstelle in der Tierarztpraxis Doktor Stefan Birk und Daniela Braun in Hausen am Bussen den Jagdausübungsberechtigten im Großraum Ehingen kürzere Wege zu einer Untersuchungsstelle ermöglichen.

Die Abschaffung der Gebühren für Trichinenuntersuchung halte ich für den falschen Weg. Ein Verzicht auf diese Gebühren ginge zu Lasten der Allgemeinheit, die für die entstehenden Kosten bzw. ausfallenden Einnahmen aufkommen müsste. Im Falle des Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest rechne ich jedoch damit, dass eine landeseinheitliche Lösung für die Bezuschussung der Gebühren für die Schlachttier- und Fleischuntersuchung, hier speziell die Trichinenuntersuchung bei Schwarzwild geben wird.

Ich hoffe auf Ihr Verständnis und bedanke mich für die konstruktive Zusammenarbeit.

Mit freundlichen Grüßen

Heiner Scheffold"

Zurück zur Übersicht